Lehrplan Gynäkologie
Inhalte der Ausbildung
Das Ziel der Ausbildung für das klinisch/praktische Jahr soll die Integration der Studenten in den Ablauf der Abteilung sein. Unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der Stations- und Oberärzte sollen die Studenten den täglichen Ablauf auf einer gynäkologischen Station und auf einer geburtshilflichen Station kennenlernen.
Dazu gehört
- die Teilnahme an der täglichen Klinikbesprechung morgens um 08:00 Uhr
- die Teilnahme an den täglichen Stationsvisiten sowie den wöchentlichen Oberarzt- und Chefarztvisiten
Des weiteren besteht die Möglichkeit zur
- Teilnahme an der wöchentlichen onkologischen Konferenz.
Während der Ausbildungszeit in der Frauenklinik wird jeweils ein Student auf folgenden Stationen eingesetzt
- Station Monika (operative Gynäkologie)
- Station Maria (Wochenbettstation, Station für Risikoschwangerschaften)
- Kreißsaal
Bei Eintritt in die Abteilung erfolgt ein Einführungsgespräch, zusammen mit dem Klinikdirektor und dem für die Ausbildung verantwortlichen Oberarzt. Monatliche Besprechungen mit den jeweils in der Klinik tätigen Studenten werden durchgeführt.
Die Ausbildungsziele
Station Monika
- Anamnesenerhebung bei gynäkologischen Patienten, allgemeine Untersuchung der Patientinnen, Teilnahme an den präoperativen Aufklärungsgesprächen der Assistenzärzte, postoperative Verlaufsbeurteilung (Wundpflege, Wundreinigung, Verbandswechsel), Beurteilung der Wundheilung (Behandlung von Wundheilungsstörungen).
- Diagnostik und Differentialdiagnostik gynäkologischer Erkrankungen unter Anleitung von Fachärzten und Erlernung der gynäkologischen Untersuchung.
- Begleitung der Assistenten bei Ultraschalluntersuchungen: Abdominalsonografie, Vaginalsonografie, Sonografie der Mamma.
- Begleitung der Assistenten und Oberärzte bei Aufklärungsgesprächen mit Patienten und Angehörigen.
- Einführung in die Möglichkeiten der Chemotherapien maligner Erkrankungen in der Gynäkologie, besondere Vorgehensweise bei ambulanten Chemotherapien.
Station Maria
- Teilnahme der täglichen Stationsvisite bei besonderer Berücksichtigung der Beurteilung von Risikoschwangerschaften.
- Beurteilung des normalen und pathologischen Verlaufes des Wochenbettes, speziell auch nach einem vorausgegangenen Kaiserschnitt.
- Einführung in der Beurteilung pathologischer Schwangerschaftsverläufe (Diagnostik und Differentialdiagnostik schwangerschaftsspezifischer Erkrankungen).
Kreißsaal
- Begleitung der Assistenten bei der Aufnahmeuntersuchung schwangerer Patientinnen und den dafür erforderlichen Ultraschalluntersuchungen.
- Einführung die CTG-Überwachung in der Schwangerschaft und unter der Geburt, in die Schmerztherapie unter der Geburt.
- Begleitung der Assistenten und Oberärzte bei der Betreuung einer Patientin mit einer Spontangeburt (insbesondere Austreibungsperiode, Placentaperiode,
- Beurteilung der Placenta), und Versorgung der Geburtsverletzung. Postpartale Überwachung der Patientin im Kreißsaal.
- Begleitung der Assistenten und Oberärzte bei pathologischen Geburtsverläufen und Indikationsstellung zur Schnittentbindung, ggf. Assistenz bei der Sectio caesarea abdominales.
Es wird den Studenten während der Ausbildungszeit in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe ermöglicht, einen zweiten Dienst als sog. Rufdienst evtl. mitzumachen, um somit auch über einen längeren Zeitraum Geburtsverläufe kennenzulernen und die Arbeit in dieser Klinik auch besser kennenzulernen.
Gynäkologie
Ansprechpartner für studentische Angelegenheiten ist Prof. Dr. Stefan Niesert.
