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Pankreaschirurgie - operative Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Die Chirurgische Klinik des Elisabeth-Krankenhauses Essen hat seit vielen Jahren einen Schwerpunkt in der operativen Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Gemeinsam mit der Klinik für Anästhesiologie,  Intensivmedizin und Schmerztherapie und der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie wird das gesamte Spektrum der Operationen an der Bauchspeicheldrüse auf dem höchsten Stand der Wissenschaft durchgeführt. Die Klinik verfügt über die heutige notwendige Zulassung für alle Eingriffe des Pankreas und der Speiseröhrenchirurgie nach den gesetzlichen Mindestmengenregelungen.

Behandlungssepktrum

Zum Behandlungsspektrum gehören:

Vor der Operation steht eine eingehende Erhebung der Krankheitsgeschichte und körperliche Untersuchung an. Daran schließt sich eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes und ein Computertomogramm (Somaton Definition Flash, neueste Generation mit erheblicher Strahlungsreduktion) an.

Detailliertes Therapiekonzept

Alle Befunde der uns zugewiesenen Patienten werden gemeinsam mit der Gastroenterologischen Klinik bzw. in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Anschließend legen wir für jeden Patienten ein detailliertes Therapiekonzept fest. Zur Verfügung stehen hierfür:

1. Operationen

  • klassische Whipple-OP, d.h. Entfernung des Kopfes der Bauchspeicheldrüse, des Duodenums, der Gallenblase, des Hauptgallenganges und Anteile des Magens.sogenannte magen- oder pyloruserhaltende Pankreaskopresektion. Bei dieser Methode handelt es sich um eine Operation wie oben beschrieben, nur wird der Magen einschließlich des Magenpförtners (Pylorus) erhalten.
  • Zwölffingerdarmerhaltende Resektion des Pankreaskopfes bei chronischer Pankreatistis.
  • Entfernung des linksseitigen Pankreas bei Pankreasschwanztumoren
  • Gallengangsableitungen (sogenannte biliodigestive Anastimosen)
  • Zystendrainagen bei Pankreaspseudozysten

2. Medikamentöse Behandlung

3. Chemotherapie

4. Ernährungsberatung

5. Psychoonkologische Beratungen

Fast-Track-Konzept - Kaum Einschränkungen nach der OP

Nach der Operation werden Sie auf der chirurgischen Intensivstation überwacht. Wie lange, hängt vom Erholungszustand des Patienten ab. Auch bei Operationen der Bauchspeicheldrüse führen wir ein modifiziertes Fast-Track-Konzept durch, d.h. Sie dürfen bereits am Abend der Operation, spätestens jedoch aber am nächsten Tag trinken und - falls Sie es wünschen - auch flüssige Kost zu sich nehmen.

Essen und Trinken dürfen Sie wie Sie es vertragen. Auch müssen Sie wegen dieser Operation unsererseits keine Medikamente nehmen. In über 95% der Fälle reicht die Produktion der Bauchspeicheldrüse hinsichtlich des Insulins aus, da sie ein Überangebot an Insulin produzierender Inselzellen hat. Somit werden Sie nicht zwangsläufig zum Diabetiker werden.

Geringe Komplikationsrate – Rundum-Betreuung vor Ort

Auch wenn wir die Rate an Komplikationen auf ein sehr niedriges Niveau senken, kommen sie auch bei uns vor. Wir haben aber Chirurgen und Intensivmediziner 24 Stunden vor Ort und werden uns um Sie kümmern. In der Regel können Sie nach einer Entfernung des Kopfes der Bauchspeicheldrüse ein ganz normales Leben weiterführen.

Tumornachsorge und Anschlussheilbehandlung

Wir empfehlen eine regelmäßige Tumornachsorge, die meistens von Ihrem Hausarzt übernommen wird. Auch hier lassen wir Sie nicht im Stich. Vor der Entlassung kümmern wir uns um alle notwendigen Anschlusstermine. Dies schließt die Einbindung unserer Kollegen der Krebsforschung der Universität Duisburg-Essen und der Praxis für Hämatologie und ambulante Chemotherapie (Rudolph / Verschuer) ein, falls eine Tumorerkrankung vorliegt und eine Nachtherapie notwendig wird. Eine Anschlussheilbehandlung wird - wenn von Ihnen gewünscht - noch während des stationären Aufenthaltes von unserem Sozialdienst beantragt und eingeleitet.

Kooperationspartner

  • Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Schmerztherapie, Prof. Dr. med. K. Lewandowski
  • Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, Prof. Dr. med. G. Börsch
  • Klinisches Diabetes Zentrum
  • Niedergelassene Diabetologen, Dr. med. B. Schulze-Schleppinghoff, Dr. med. R. Bierwirth
  • Abteilung für Tumorforschung der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. med. M. Schuler
  • Praxis für Hämatologie und ambulante Chemotherapie, Dr. med. R. Rudolph und Frau Dr. med. U. v. Verschuer
  • Klinik für Radiologie, Elisabeth-Krankenhaus Essen, Prof. Dr. med. M. Forsting