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Die Nieren

Die Nieren zählen zu den lebensnotwendigen Organen des Menschen. Sie haben folgende Hauptfunktionen:

  • Entgiftung des Körpers
  • Regelung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes
  • Regelung des Säure- und Basenhaushaltes
  • Regelung des Blutdrucks
  • Regelung der Bildung roter Blutkörperchen
  • Regelung des Knochenstoffwechsels

Die Ursachen für Nierenerkrankungen sind vielfältig. Eine besondere Kompetenz in der Behandlung von Nierenkranken hat man in der Nephrologie des Elisabeth-Krankenhauses bei der Betreuung von Patienten, bei denen im Rahmen von rheumatologischen Erkrankungen oder einem Diabetes mellitus eine Schädigung der Nieren aufgetreten ist. Hier gilt es, den Krankheitsverlauf möglichst aufzuhalten und eine Dialysepflichtigkeit zu verhindern. Die Betreuung der Diabetespatienten erfolgt hierbei in enger Kooperation mit dem Diabetes-Zentrum des Elisabeth-Krankenhauses.

Fällt die Nierenfunktion ab, kommt es zu einer zunehmenden Vergiftung des Körpers. Bei einem Abfall unter 15 Prozent der Norm treten tödliche Komplikationen auf, wenn nicht eine Nierenersatztherapie (Dialyse oder Nierentransplantation) zum Einsatz kommt. Mit Hilfe der Dialyseverfahren werden die lebensnotwendigen Funktionen der Nieren ersetzt. Harnpflichtige Schlackenstoffe, überschüssiges Wasser und Elektrolyte, die durch die eigenen Nieren des Patienten nicht mehr ausgeschieden werden können, werden aus dem Körper entfernt. 

Dialyseverfahren

In der Medizin versteht man unter dem Begriff Dialyse zwei verschiedene Verfahren der Nierenersatztherapie

Hämodialyse
Bei der Hämodialyse wird das Blut mit Hilfe einer Maschine außerhalb des Körpers entgiftet. 

Peritonealdialyse
Während bei der Hämodialyse das Blut außerhalb des Körpers mit speziellen Filtern gereinigt wird, benutzt man bei der PD das gut durchblutete und die gesamte Bauchhöhle auskleidende Bauchfell des Patienten als Filtermembran.

Hämodialyse im Elisabeth-Krankenhaus

Bei der Hämodialyse wird das Blut mit Hilfe einer Maschine außerhalb des Körpers entgiftet. Das Blut wird dabei über eine künstliche Membran geschickt, um es von Schadstoffen zu befreien. Die Membran funktioniert wie ein Filter, ist also nur für bestimme Substanzen durchlässig. Harnpflichtige Stoffe und überschüssiges Körperwasser werden so dem Blut entnommen und Elektrolytstörungen ausgeglichen. Anschließend wird das gereinigte Blut wieder zurück in den Körper geleitet. Die Hämodialysebehandlungen finden im Dialyse-Zentrum statt. Patienten mit akutem Nierenversagen oder mit Vergiftungen werden, so lange es ihre Erkrankung erfordert, auf den Intensivstationen des Elisabeth-Krankenhauses dialysiert.

Um den Körper ausreichend zu entgiften, wird bei der Hämodialyse eine relativ große Blutmenge (ca. 300 ml pro Minute) durch den Filter geleitet. In den meisten Fällen wird das Blut über eine Vene am Unterarm entnommen. Damit durch diese Vene die für die Hämodialyse erforderliche Blutmenge fließen kann, wird sie mit einer Arterie verbunden. Diese Verbindung zwischen Arterie und Vene, der so genannte Shunt, wird durch eine Operation hergestellt. Ein gut funktionierender Shunt ist die Voraussetzung bzw. erleichtert das häufige Anschließen an die Dialysemaschine. Ein solcher Shunt kann bei Patienten, bei denen eine Dialysepflicht abzusehen ist, in der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie angelegt werden.

Peritonealdialyse im Elisabeth-Krankenhaus

In der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie kann der für die PD notwendige Katheter in den Bauchraum eingelegt werden.

Dialysesport

In vielen Untersuchungen konnte in den letzten Jahren bewiesen werden, dass chronisch Nierenkranke und dialysepflichtige Personen, die körperlich aktiv waren, besser die mit ihrer Erkrankung verbundenen psychischen Belastungen bewältigen konnten.

Sportliche Aktivität führte nicht nur zu einer verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch zu einer deutlichen Aufhellung der Stimmungslage, einer Verminderung bestehender Ängste, einer Steigerung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kontakte.

Für die überwiegend älteren chronisch dialysepflichtigen Patienten, die für die Behandlung regelmäßig dreimal pro Woche ins Elisabeth-Krankenhaus kommen, hat PD Dr. Anton Daul in den letzten Jahren ein spezielles Sportprogramm entwickelt, das sie während der Dialyse absolvieren.