Navigation
Contilia Gruppe | Klinik für Neu- und Frühgeborene, Elisabeth-Krankenhaus Essen

Leistungsspektrum Neonatologie

Die Neonatologie ist das Teilgebiet der Kinderheilkunde, das sich mit allen Problemen des Neugeborenen beschäftigt. Es umfasst die ersten 28 Lebenstage, die eine ganz besondere Phase des Lebens darstellen. Das notwendige Wissen um diese Besonderheiten, besonders im Falle von Krankheit oder auch nach einer viel zu frühen Geburt ist so umfassend, dass es einer speziellen Weiterbildung für Kinderärzte/-innen sowie Kinderkrankenschwestern und -pfleger bedarf. Zur Gewährleistung der besten Versorgung unserer früh- und reifgeborenen Kinder bedarf es eines weitreichenden Erfahrungshintergrundes, qualifizierter Pflege nach besonderen Standards und modernsten intensivmedizinischen Möglichkeiten.

Die neonatologische Station ist in unmittelbarer Nähe zum Kreißsaal bzw. dem geburtshilflichen Operationssaal auf derselben Etage angeordnet. Die 24-stündige Anwesenheit eines neonatologisch ausgebildeten Arztes und der neonatologischen Intensivschwestern gewährleisten eine optimale Versorgung der Früh- und Neugeborenen zu jeder Zeit. Ein belastender und nicht ganz risikofreier Transport gleich nach der Geburt kann so dem Neugeborenen erspart werden, ebenso ist eine frühzeitige Einbindung von Müttern nach operativen Entbindungen durch die enge Nachbarschaft von Intensivstation und integrativer Wochenbettpflege möglich. Bei Risikoentbindungen (z.B. Kaiserschnitt, Zangen- oder Saugglockenentbindung, Entbindung aus Beckenendlage oder kindlichen Risiken, z.B. Frühgeburt, Diabetes der Mutter) ist ein neonatologisches Team anwesend. Kranke Neugeborene aus geburtshilflichen Abteilungen anderer Krankenhäuser werden mit dem Baby-Notarztwagen, der über spezielle Transportinkubatoren verfügt, ins Elisabeth-Krankenhaus verlegt.

Contilia Gruppe | Klinik für Neu- und Frühgeborene, Elisabeth-Krankenhaus EssenDie Klinik umfasst 30 Betten, davon 10 Neugeborenen-Intensivplätze und 2 Kinder-Intensivplätze. Die Station verfügt über eine personelle und apparative Ausstattung, die den Einsatz aller Therapieverfahren der modernen Neugeborenenintensivmedizin ermöglicht. Die Hauptprobleme der sehr kleinen Frühgeborenen resultieren aus der Unreife von Gehirn, Lunge und Magen-Darm-Trakt. Um den fehlenden Schutz und die Versorgung durch den Mutterleib zu „ersetzen“, sind zahlreiche medizinische Maßnahmen je nach individuellen Problemen erforderlich: Inkubatorpflege, künstliche Beatmung, künstliche und Muttermilch-Ernährung, medikamentöse Behandlung und intensive Überwachung durch Kinderkrankenschwestern, Ärzte und technische Geräte. Bei frühgeborenen Kindern ist ein zurückhaltender und schonender Einsatz von Beatmungstechniken besonders wichtig. Zur Schonung der Lungen wenden wir bevorzugt nicht-invasive Beatmungsformen [Rachen-CPAP (CPAP ═ kontinuierlicher Atemwegsdruck) und binasaler CPAP] und Surfactantgaben ohne Intubation an. Für schwerkranke Früh- und Neugeborene werden differenzierte Beatmungstechniken eingesetzt, neben der konventionellen Beatmung bestehen die Möglichkeiten zur Hochfrequenzoszillationsbeatmung (HFOV) und zur Beatmung mit inhalativem Stickstoffmonoxid (iNO-Beatmung).

Nachsorge

Wir bieten eine spezielle Risikosprechstunde für kleine und unreife frühgeborene Kinder an, in der die Kinder ambulant nachuntersucht werden. Im Bereich der Nachsorge arbeiten wir eng mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) am Elisabeth-Krankenhaus Essen zusammen.

Gesunde Neugeborene

Wir übernehmen auch die kinderärztliche Betreuung der gesunden Neugeborenen in unserem Neugeborenenzimmer inklusive notwendiger Ultraschalluntersuchungen (s.u.) und der Vorsorgeuntersuchungen U1 und U2. Aufgrund der räumlichen Nähe können häufig Kinder mit leichten Anpassungsproblemen, einer Neugeborenengelbsucht oder Frühgeborene ab 36 kompletten Schwangerschaftswochen im Neugeborenenzimmer verbleiben.

Kinderintensivstation

Neben der Intensivstation für Neugeborene wurden im Oktober 2007 im Elisabeth-Krankenhaus zwei weitere Intensivpflegeplätze geschaffen, in denen auch ältere Kinder (bis zum 14. Lebensjahr) intensivmedizinisch unter der Leitung von Chefarzt Dr. Dariusz Michna versorgt werden können. Diese Intensivplätze stehen interdisziplinär für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie für die Klinik für Kinderchirurgie zur Verfügung.

Für die Eltern besteht jederzeit - außer zu den Dienstbesprechungen - und -übergaben - Gelegenheit, bei ihren Kindern zu sein.

Für sie steht auf Wunsch auch ein Elternzimmer mit einer Schlafmöglichkeit auf der selben Etage kostenfrei bereit.

Füreinander da - Psychosoziale Elternberatung

Alle wichtigen Informationen zur Psychosozialen Elternberatung können Sie auch im Faltblatt nachlesen, das Sie hier als PDF-Datei finden.

Neugeborenen-Hörtest

Flyer-Hoertest.pdfAlle wichtigen Informationen zum Neugeborenen-Hörtest können Sie auch im Faltblatt nachlesen, das Sie hier als PDF-Datei finden.