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Über das Zentrum

Sozialpädiatrische Zentren sind kinderärztlich geleitete, interdisziplinär und multiprofessionell arbeitende Schwerpunkteinrichtungen. In Deutschland gibt es etwa 120 Institutionen dieser Art. Hier werden Kinder und Jugendliche mit Entwicklungs-, Verhaltensauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen sowie drohenden oder bereits bestehenden Behinderungen behandelt und betreut.

Ein SPZ wird dann tätig, wenn der junge Patient wegen der Art, Schwere und Dauer der Erkrankung vom einzelnen Kinder- oder Hausarzt, Fachtherapeuten oder von den Frühförderstellen nicht ausreichend versorgt werden kann.

Seit 1. Mai 2006 gibt es im Elisabeth-Krankenhaus ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ). In freundlich und hell gestalteten Praxisräumen, die sich im ehemaligen Eingangsbereich des Krankenhauses an der Moltkestraße befinden, steht den kleinen Patienten ein multiprofessionelles Team zur Verfügung. Es betreut und behandelt Kinder und Jugendliche im Alter von 0 - 18 Jahren mit Entwicklungs-, Verhaltensauffälligkeiten, chronischen Erkrankungen sowie drohenden oder bereits bestehenden Behinderungen.

Geleitet wird die eigenständige Abteilung, die das umfassende Leistungsangebot des Zentrums für Mutter und Kind erweitert, von Dr. Claudio Finetti.

Enge krankenhausinterne Zusammenarbeit

Von Bedeutung ist hierbei auch die Einbindung des SPZ in das Zentrum für Mutter und Kind im Elisabeth-Krankenhaus. So kann zeitnah und mit kurzen Wegen von dem Wissen und der Erfahrung Mitarbeiter der Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin, der Klinik für Kinderchirurgie sowie der Frauenklinik profitiert werden. Alle Bereiche arbeiten zudem eng mit dem Diabeteszentrum im Elisabeth-Krankenhaus zusammen.

Fähigkeiten fördern, Kompetenzen stärken

Die Betreuung, Beratung und Therapie, die immer auch die Familie des Kindes einbezieht, erfolgt ambulant im SPZ. Ziel des ganzheitlichen Behandlungsansatzes ist es, die körperlichen und seelischen Störungen des betroffenen Kindes zu mindern oder zu beheben, seine Selbständigkeit zu verbessern und seine Beziehung zur Umwelt zu stabilisieren. Insgesamt soll das Kind in seiner gesundheitlichen, psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung gefördert werden. Je früher eine Entwicklungsstörung oder Behinderung diagnostiziert und behandelt wird, desto größer sind die Chancen des Kindes größtmögliche Selbständigkeit zu entwickeln. Ziel ist es vor allem, den Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und ihre Kompetenz im Umgang mit ihrem Kind zu fördern und zu stärken.

Vertrauen als Grundlage

Für den Behandlungserfolg ist eine partnerschaftliche Wechselbeziehung zwischen Kind, Eltern, Arzt und Therapeuten unerlässlich. Dazu gehört auch der Anspruch auf größte Diskretion. Alle Untersuchungen und Therapien unterliegen selbstverständlich der ärztlichen Schweigepflicht. Manchmal kann die Koordination mit anderen Einrichtungen sinnvoll und erforderlich werden. Neben dem überweisenden Arzt arbeitet das SPZ oft auch mit den örtlichen Beratungsstellen, dem Jugendamt, dem Gesundheitsamt sowie den Frühforderstellen zusammen. Auch mit Ergotherapie-, Logopädie- und Krankengymnastikpraxen sowie den Erziehern im Kindergarten und Lehrern in der Schule gibt es eine intensive Abstimmung.